Bürgerinitiative Endlhausen

Die Bürgerinitiative Endlhausen wurde Anfang Februar 2011 anläßlich der Bekanntwerdung der Planungen für ein neues Betonwerk im Süden von Endlhausen gegründet. Diese Seite dient der Initiative zum Informationsaustausch, der Koordination und der Öffentlichkeitsarbeit.

Initiative gegen das geplante Betonwerk Endlhausen

Seit zwei Jahren ziert ein Foto der Landschaft südlich von Endlhausen den Kopf unserer Webseite. Eine sanft geschwungene, hügelige, grüne Endmoränen-Landschaft in morgendlichen Nebel gehüllt. In der Bildmitte die Allee nach Geilertshausen, Schauplatz des jährlichen Bittgangs zur Geilertshauser Kapelle, links im Bild "unsere Kastanie" - Treffpunkt und Ruheplatz der Spaziergänger und Fahrradfahrer. Ein Idyll.
Aber das Idyll ist möglicherweise bedroht: das Allgäuer Unternehmen Riebel hat im Januar eine mündliche Voranfrage zur Errichtung eines Betonwerkes auf dem Areal des Kieswerks Schilcher gestellt. Die Endlhauser Bürger fürchten - sollte es zur Genehmigung eines Betonwerkes kommen - die Ausweitung des Areals, Emissions-Belästigung und massiven LKW-Verkehr durch den Ort.

Der Sachstand - nüchtern gesehen

Auf der Bürgerversammlung in Egling am 21.2.2011 wurde der Sachverhalt von Bürgermeister Hans Sappl wie folgt festgestellt: Die Firma Riebel, vertreten durch den Geschäftsführer Transportbetonwerke/TLF, Herrn König und das Kieswerk Schilcher, vertreten durch den Inhaber, seien bei der Gemeinde vorstellig geworden und hätten mündlich angefragt, ob ein Ausbau des Kieswerkes in ein Betonwerk möglich sei. Bürgermeister Sappl habe die Anfrage an das Landratsamt weitergeleitet. Das Landratsamt habe das Anliegen als genehmigungspflichtige Änderung des Flächennutzungsplans bewertet, während die Firma Riebel (in dieser speziellen Sachfrage durch einen Anwalt vertreten) die gegenteilige Ansicht vertrat. Das Landratsamt verblieb bei seiner Ansicht. Ein geplanter gemeinsamer Ortsbegehungstermin mit dem Bauausschuss der Gemeinde und der Firma Riebel Anfang Februar wurde daraufhin von der Firma Riebel abgesagt. Somit besteht derzeit kein Antrag und damit auch kein Handlungsbedarf durch die Gemeinde. Sollte ein Antrag zur Entscheidung vorgelegt werden, betrage die Frist acht Wochen und der Gemeinderat würde die Bürgerinitiative zeitnah darüber informieren. Die Gespräche hätten ausserdem keine Quantifizierungen bezüglich Abbau-/Produktionsmengen, Verkehrsaufkommen und Flächenerweiterungen beinhaltet und diesbezügliche Spekulationen und Gerüchte entbehrten nachprüfbaren Grundlagen.

Der Sachstand - emotional gesehen

Der überwiegende Konsens bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative ist, dass ein etwaiger Ausbau der Kiesgrube zu einem Betonwerk keineswegs auf die Fläche der heutigen Grube (Flur-Nummer 463, erstmalig erweitert um Flur-Nummer 249, im September 2010 erweitert um Flur-Nummer 464) begrenzt bleiben wird. Da es von den Antragstellern keine Angaben zu etwaigen Expansions-Plänen gibt, hat sich die Bürgerinitiative zum Einen bei einem externen Fachmann Informationen zur Wirtschaftlichkeit eines Betonwerkes eingeholt, zum Anderen die Dimensionen der nächstgelegenen Betonwerke (z.B. bei Feldkirchen und Kirchstockach) sowie der anderen Betonwerke der Firma Riebel zum Vergleich herangezogen. Das kleinste Werk im Vergleich hat dabei ungefähr die dreifache Flächenausdehnung der Kiesgrube in Endlhausen. Ein im Bestand begrenztes Betonwerk erscheint damit unwahrscheinlich und unglaubwürdig, insbesondere da es in nächster Umgebung bereits mehrere sehr grosse Betonwerke gibt. Das ist unsere Einschätzung. Die Bürgerinitiative besitzt keine Kenntnisse über beabsichtigte oder getätigte Grundstücksverkäufe im Zusammenhang mit dem Betonwerk.

Neben der befürchteten Flächenerweiterung steht besonders die Verkehrssituation in unserer Kritik. Sinnvollerweise werden Betonwerke mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen an Betonmisch-Fahrzeugen und Zement-Schwerlastern in unmittelbarer Nähe zu Autobahnauffahrten gebaut, wie z.B. bei Kirchstockach und Oberhaching. In Endlhausen müsste der Verkehr über schmale Landstrassen und durch kleine Ortschaften geleitet werden. Insbesondere wird ein reger Nachtfahrverkehr befürchtet.

Die Bürger von Endlhausen haben mit dem alteingesessenen Kieswerk kein Problem. Es wurde vom Betreiber viel Wert auf eine dezente Einpassung in die Landschaft gelegt und es gibt auch nahezu keine Lärmbelästigung durch das Werk. Wenn aber ein grosses Unternehmen auf Expansion ausgerichtet ist, werden die Endlhauser Bürger sicher nicht um ihre Zustimmung gebeten. Flächen-Zukäufe können nicht verhindert werden. Daher muss die Bürgerinitiative den Anfängen wehren und die Umwandlung der Kiesgrube in ein Betonwerk verhindern.

Termine

  • KW 9
    Verteilung eines Informations-Flugblattes an alle Haushalte in Endlhausen und Geilertshausen.


Kontakt

Sprecherin der Bürgerinitiative ist Frau Gabi Gawlitta, Endlhausen

Kontakt-Email-Adresse: bi-endlhausen@dereglinger.de

Bürger-Initiative Endlhausen bei Twitter:


Weiterführende Informationen


Pressespiegel


Interner Bereich

Der interne Bereich ist nur für das Leitungsgremium zugänglich und erfordert eine Anmeldung mit Passwort.


Timeline

  • 2011-01-29 | Im Ort spricht sich herum, dass das Kieswerk Schilcher zu einem Betonwerk erweitert werden soll. Es sollen - den Gerüchten nach - bereits Grundstückskäufe getätigt worden sein.
  • 2011-02-01 | Endlhauser Bürger nutzen die Fragestunde der Gemeinderatssitzung zur Prüfung der Gerüchte. Der Bürgermeister bestätigt, dass die Firmen Riebel und Schilcher vorstellig geworden sind und bereits über Anwälte mit dem Landratsamt verkehren. Es ist aber noch kein Bauantrag gestellt worden.
  • 2011-02-03 | Der Münchner Merkur berichtet über die Gemeinderatssitzung.
  • 2011-02-08 | Die Endlhauser Bürger gründen eine Initiative gegen das geplante Betonwerk.
  • 2011-02-09 | Auf Anfrage erfährt die Initiative, dass der Antrag der Firma Riebel vorerst zurückgestellt ist.
  • 2011-02-21 | Auf der Eglinger Bürgerversammlung gibt der Bürgermeister eine Zusammenfassung der Ereignisse und erklärt, dass kein Antrag vorliegt und deshalb derzeit kein Handlungsbedarf von Gemeindeseite besteht.